Echinococcus granulosus – Der Hundebandwurm auf Sardinien

Dass Entwurmungen von Hunden in Deutschland nicht immer generell durchgeführt werden müssen, ist allgemein bekannt. In einigen südlichen Regionen sieht das aber ganz anders aus. Ein großes, bisher kaum beachtetes Problem, ist die Infektionsgefahr durch den Hundebandwurm (Echinococcus granulosus), der als Auslöser der zystischen Echinokokkose des Menschen eine lebensgefährliche Erkrankung darstellt. Dieser Parasit ist auf Sardinien, wegen der intensiven Schafzucht und der nach wie vor gängigen Praxis von illegalen Schlachtungen, sehr weit verbreitet. Deshalb erkranken regelmäßig Menschen an der gefährlichen zystischen Echinokokkose, insbesondere deshalb, weil ein Großteil der zur Schäferei benutzten Herdenschutzhunde nicht entwurmt ist und damit ein großes Parasitenreservoir besteht.

Wie gefährlich der Hundebandwurm für den Menschen werden kann, wurde kürzlich im Deutschlandfunk in einem besonderen Fall berichtet: Der massiver Befall der Leber durch einen Hundebandwurm, der unbemerkt zu einer sich immer weiter ausdehnenden Zyste heranwuchs, die schließlich platzte und den allergischen Schock auslöste. Dieser besondere Fall kann hier nachgehört werden:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/07/07/dlf_20150707_1105_85b75ba6.mp3

 

Soweit muss es nicht kommen – es gibt recht einfache Lösungsansätze! In Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen und Veterinären vor Ort stellen wir kostengünstige Medikamente zur Entwurmung von Hunden zur Verfügung, womit nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen vor Ort effektiv geholfen wird.

Selbstverständlich werden alle von SardinienHunde e.V. vermittelten Tiere entwurmt. Ein Infektionsrisiko für unsere Adoptanten und Pflegestellen bzw. besteht daher nicht!

 

Bitte unterstützen Sie unsere Initiative „Parasitenprophylaxe Sardinien“ mit einer Spende

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Auswertung Umfrage Mittelmeererkrankungen

Nach Abschluss der Umfrage zu den Mittelmeererkrankungen können wir die ersten Ergebnisse der Auswertung mitteilen. Zunächst möchten wir uns aber bei den insgesamt 350 Teilnehmern der Umfrage herzlich für die Teilnahme bedanken. Diese Zahl ist nicht ehr hoch aber trotzdem denken wir dass der eine oder andere Schluss aus den Antworten gezogen werden kann.  

Wir hatte gefragt: „Ihr habt einen Hund aus dem Süden adoptiert? Wurde bei ihm eine Infektion mit einer Mittelmeererkrankung diagnostiziert und wenn ja welche?“  

Die Ergebnisse zeigen, dass der Prozentsatz der infizierten Hunde sehr hoch ist, aber nach wie vor die Mehrheit der Tiere ohne Infektion aus dem Süden einreist. Damit das so bleibt bzw. noch weiter verbessert wird, muss unbedingt die Tierschutzarbeit vor Ort verstärkt und verbessert werden. Hier können insbesondere effektive Präparate und  Maßnahmen zur Parasitenprophylaxe helfen, dass sich weniger Tiere infizieren und eine schnelle Weiterverbreitung von Leishmaniose und Co ausgeschlossen ist.


Bei den weiteren Themen der Umfrage ging es um den Kenntnisstand der einzelnen Krankheiten. Wir fragten die Teilnehmer zu welchen Krankheiten Sie weitere Informationen bräuchten und wie fit ihr Tierarzt beim Thema Mittelmeererkrankungen ist. Dass es hier nach wie vor Defizite gibt ist allgemein bekannt, allerdings ist es sehr erfreulich, dass inzwischen fast 2/3 der TÄ mit den allermeisten Infektionen und Krankheitsbildern offensichtlich sehr gut auskennen.     

Wir werden nach Abschluss der Auswertung die Ergebnisse hier publizieren und weiteres Informationsmaterial vorbereiten.

SardinienHunde e.V. ist Unterzeichner der Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

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