Ispide
Geschlecht: Hündin
Alter: Junghund
(1 Jahr, 1 Monat)
Schulterhöhe: L (56-65cm)
Aufenthaltsort: Sardinien

Ispide
Geschlecht: Hündin
Alter: Junghund
(1 Jahr, 1 Monat)
Schulterhöhe: L (56-65cm)
Aufenthaltsort: Sardinien
Stell dir vor, du kennst nichts anderes als den Wind, der über die Felder streicht. Die Erde unter deinen Pfoten, den Regen auf deinem Fell, die Kälte in den Knochen und die Wärme der Sonne auf deiner Haut. Du hast niemanden, der dich hält – und doch musst du jeden Tag ums Überleben kämpfen. Genau so hat Ispide ihr Leben verbracht.
Alleine. Draußen. Auf dem Land.
Sie wurde mit Futter und Wasser versorgt – mehr nicht. Niemand hat ihr gezeigt, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Niemand hat sie gehalten, wenn sie Angst hatte. Ispide hat sich selbst durchgebracht. Sie hat den Naturgewalten getrotzt, dem Sturm, der Kälte, der Einsamkeit. Sie hat den Füchsen und Wildschweinen die Stirn geboten – und sie hat überlebt. Nicht, weil es einfach war. Sondern weil sie stark ist. Weil in ihr ein Herz schlägt, das niemals aufgegeben hat.
Und jetzt? Jetzt sitzt sie hinter Gittern.
Für einen Hund, der sein ganzes Leben in Freiheit verbracht hat, ist das kaum zu ertragen. Jeder Tag im Zwinger ist für Ispide ein Kampf gegen die Enge, gegen das Eingesperrtsein, gegen das Unverständnis. Sie versteht nicht, warum plötzlich Wände um sie herum sind. Sie versteht nicht, warum die Welt so klein geworden ist. Und es bricht einem das Herz, sie so zu sehen – dieses stolze, tapfere Mädchen, das so lange allein draußen überlebt hat, nun hinter Gitterstäben.
Ispide ist noch nicht auf den Menschen fixiert. Und das ist kein Wunder. Wie sollte sie auch? Sie hat nie eine enge Bindung zu einem Menschen aufbauen dürfen. Niemand war da, der ihr gezeigt hätte: Du kannst vertrauen. Du bist sicher. Du bist geliebt. Dieses Vertrauen muss erst wachsen – langsam, behutsam, mit ganz viel Geduld. Zum Teil liegt ihr zurückhaltendes Wesen sicher auch in ihren Genen: Sie ist vielleicht sogar eine reinrassige „Fonnesa“ – ein sardischer Herdenschutzhund. Eine Rasse, die wacht, die schützt, die notfalls ihr Leben für andere gibt. Ein Hund mit tiefem Ernst und großem Herzen. Kein Hund, der jedem wildfremden Menschen sofort um den Hals fällt. Sondern einer, der erst prüft, der erst vertraut, wenn er sich sicher sein kann.
Und genau deshalb suchen wir DICH.
Wir suchen keinen Menschen, der schnelle Erfolge will. Wir suchen einen Menschen mit einem großen Herzen und noch größerer Geduld. Jemanden, der versteht, dass Vertrauen nicht erzwungen werden kann – sondern wachsen muss, wie eine Pflanze, die Zeit, Licht und Fürsorge braucht. Jemanden, der Ispide nicht als „schwierig" sieht, sondern als das, was sie ist: ein tapferes Herz, das so viel durchgemacht hat und es trotzdem verdient, endlich anzukommen.
Ispide braucht einen ruhigen, verlässlichen und souveränen Menschen. Einen, der da ist – Tag für Tag, ohne Druck, ohne Erwartungen. Einen, der ihr zeigt: Ab jetzt musst du nicht mehr alleine kämpfen. Ab jetzt bin ich da. Ich übernehme die Führung für DICH.
Vielleicht wird es Wochen dauern. Vielleicht Monate. Aber wenn dieser Moment kommt – wenn Ispide zum ersten Mal von selbst den Kontakt sucht, wenn sie sich zum ersten Mal anlehnt, wenn sie zum ersten Mal spürt: Hier bin ich sicher – dann wirst du wissen, dass du das Größte erreicht hast, was es gibt: das Vertrauen eines Herzens, das nie gelernt hat zu vertrauen.
Gib Ispide eine Chance. Sie wartet hinter Gittern – und träumt von einem Zuhause..
Bei Fragen zu unseren Schützlingen, oder aber wenn Sie ISPIDE einen Platz als Familienmitglied auf einer Pflegestelle oder Endstelle anbieten möchten, dann melden Sie sich bitte bei: kontakt@sardinienhunde.org.
Sie erhalten dann per Mail im ersten Schritt unsere allgemeinen Infos zum Vermittlungsablauf bzw. zur Pflegestellentätigkeit und unser Formular zur Selbstauskunft.






Die von uns in die Vermittlung genommenen Hunde kennen wir alle persönlich, die Beschreibung der Hunde schildert das aktuelle Verhalten bei unserem Kooperationspartner. Dieses lässt nur bedingt Rückschlüsse auf ihr späteres Verhalten in einem neuen Zuhause zu. Wertvolle Informationen dazu erhalten wir auch regelmäßig von unseren Kollegen vor Ort (Pfleger und Tierärzte). Das Geburtsdatum wird beim Setzen des Chip vom Amtstierarzt festgelegt.