Spillo

SPILLO – oder was von einem Fonnese übrig blieb

 

Die Ohren einfach abgeschnitten auf eine Art und Weise, wie gewisse Schäfer auf Sardinien es machen, der Unterkiefer seit langer Zeit gebrochen und befallen von unzähligen Larven und Maden, die damit begonnen hatten, Spillo von innen her aufzufressen – SO ist Spillo im rifugio der LIDA angekommen.

 

Als erstes wurde eine Reinigung der Wunde durchgeführt, und er wurde an eine Infusion gehängt. Der Verwesungsgeruch, der von der Wunde ausging, war gewaltig.

Ein Tag wurde ihm „gegönnt“, um sich von den ersten Strapazen zu erholen, bevor dann tags darauf der große Termin in der Klinik anstand.

 

Bereits in diesem gravierenden Verletzungszustand zeigte sich der Rüde immer nett und freundlich und ließ alle Untersuchungen und Behandlungen ohne eine Unmutsäußerung über sich ergehen.

 

Am nächsten Tag standen in der Klinik eine tiefergehende Reinigung der Wunde mit der Entfernung von abgestorbenem Gewebe, genaue Analysen, wodurch diese massive Verletzung verursacht wurde, und umfassende Blutuntersuchungen auf dem Plan.

Unter Narkose wurde der Kiefer rekonstruiert und die beiden Fangzähne des Unterkiefers entfernt.

 

Spillo zeigt sich auch nach seiner Rückkehr auf die Krankenstation im rifugio immer noch als sehr entspannt und anhänglich und würde am liebsten schon jetzt „seinen“ Menschen überall hin folgen.

Ursache für diese Verletzung war ein schwerer Tritt ins Gesicht, sei er von einem Tier oder einem Menschen verursacht gewesen.......

 

Bei Fragen zu unseren Schützlingen, oder aber wenn Sie SPILLO einen Platz als Familienmitglied auf einer Pflegestelle oder Endstelle anbieten möchten, dann melden Sie sich bitte bei: kontakt@sardinienhunde.org.

Sie erhalten dann per Mail im ersten Schritt unsere allgemeinen Infos zum Vermittlungsablauf bzw. zur Pflegestellentätigkeit und unser Formular zur Selbstauskunft.

Aktuell verfügbare Bilder und Videos finden Sie auf der jeweiligen Vermittlungsseite auf unserer Homepage.

 

Steckbrief

Geburtsdatum: 01.01.2020

Chip: ja

Rasse: Pastore Fonnese (Mischling)

Geschlecht: männlich

Schulterhöhe: ca. 50 cm

Kastriert/sterilisiert: ja

Handicap: alter Kieferbruch – operiert/rekonstruiert

Katzenverträglichkeit: unbekannt

Jagdtrieb: unbekannt

Mittelmeercheck: nach Einreise

Impfstatus: Grundimmunisierung
Besonderheiten: Brachyurie (Stummelrute)

 


17. November 2022:

Spillo hat heute unter Narkose den 3. Zyklus der chemioterapia absolviert. Spillo wird zusätzlich auch homöopathisch behandelt, die Kosten hierfür belaufen sich auf 250 EUR.


14. November 2022:

Spillo - ein Tag außerhalb des rifugios.

10. November 2022:

Weiterhin verträgt Spillo die Chemotherapien gut, frisst mit Appetit und dreht mehrmals täglich seine kleinen Runden mit den Helfern.

03. November 2022:

Spillo hat die 2. Dosis erhalten, der Tumor scheint kleiner zu werden.

Ende Oktober 2022:

Der Termin zum CT konnte kurzfristig vereinbart werden und die Befunde wurden auch sofort vom Onkologen ausgewertet.

Leider gibt es keine Möglichkeit, den Primärtumor operativ zu entfernen. Zudem wurden Metastasen in Lunge und Nebennieren gefunden.

Es bleibt nun leider nur die Möglichkeit, Spillo sowohl mit einer elettrochemioterapia als auch mit einer intravenösen Chemotherapie zu behandeln.

Es soll so das Wachstum des Primärtumors, als auch der Metastasen gestoppt und im Idealfall sogar auch deren Volumen verringert werden.

Wenn Spillo gut auf die Therapie anspricht, könnten ihm noch einige Monate Lebenszeit mit Lebensqualität geschenkt werden.

Die Kosten betragen für die notwendigen 5 Dosen Chemo 750 Euro plus in Summe 450 Euro für die elettrochemioterapia. Zudem werden selbstverständlich Schmerzmittel verabreicht.

 

Unsere ganz große Hoffnung dabei ist, dass Spillo nicht irgendwann im rifugio sterben muss, sondern er zuvor noch das Leben in einer liebevollen Familie in Deutschland erleben darf. Wir werden nie mehr das gut machen können, was dieser junge Hund erleben musste, aber er soll nicht nur mit diesen schlechten Erlebnissen gehen müssen.

Selbstverständlich begleiten wir mögliche Adoptanten bzw. Pflegestellen in Deutschland ganz eng und übernehmen auch die anfallenden Kosten.

Spillo hat die erste Behandlung hinter sich.

Update Oktober 2022:

SPILLO – wir kämpfen um DICH!!!

 

Als hätte er in seinem jungen Leben noch nicht viel genug Leid ertragen müssen: abgeschnittene Ohren und ein Kieferbruch, der unversorgt geblieben war.

Durch die professionelle Hilfe der Tierärzte auf Sardinien gelang es im Oktober 2021, Spillo seine Schmerzen zu nehmen und seine Wunden heilen zu lassen.

 

Da er allerdings groß ist und mutmaßlich auch Pastore Fonnese Gene in sich tragen könnte, traf den ruhigen Rüden auch das Schicksal, das so viele erwachsene männliche Hund im rifugio ereilt – er musste sein bisheriges Leben dort in Einzelhaltung verbringen. Wir haben Spillo bisher immer als vorsichtig interessierten, zu Beginn und Männern gegenüber eher skeptischen Hund erlebt, der auch mal knurrt, um Unbekannte(s) zunächst auf Distanz zu halten. Gibt man ihm allerdings die Zeit sich von selbst anzunähern, dauert es nicht lange und die Neugier siegt.

Leider fehlen dort oft die Zeit und Muße, die Vergesellschaftung auch von „solchen“ Hunden voranzutreiben.

 

Nun läuft unserem Spillo die Zeit davon.....

Scheinbar innerhalb relativ kurzer Zeit hatte sich eine Zubildung am Kiefer entwickelt, die nun aufgeplatzt ist. Da nach einer Behandlung mit Antibiotikum, Entzündungshemmern und Schmerzmitteln keine Verbesserung eintrat, wurde Spillo in die Klinik gebracht und das Ergebnis war niederschmetternd.

 

Spillo leidet an einem bösartigen Tumor, einem Weichteilsarkom, das auf den ersten Blick inoperabel erscheint.

Weitere Untersuchen und Differenzialdiagnosen laufen derzeit, jedoch ist die Prognose sehr verhalten und geht derzeit ausschließlich in Richtung Palliativbetreuung.

 

Wir werden NICHTS unversucht lassen, keine Mühen und Kosten scheuen, um weitere Untersuchungen für die Erstellung eines optimalen Therapieplans durchführen zu lassen. Im nächsten Schritt wird dazu ein CT notwendig sein, und wir werden auch eine weitere Meinung von Spezialisten in Deutschland einholen.

 

Das ist das Eine...

 

Das ANDERE und genauso Wichtige für uns ist, für Spillo eine Familie in Deutschland zu finden die bereit ist, gemeinsam mit ihm diesen Weg zu gehen.

Spillo darf einfach nicht im rifugio sterben, ohne jemals die Liebe einer eigenen Familie erfahren zu haben.

Der Verein wird selbstverständlich alle anfallenden Kosten übernehmen und eng begleiten.

 

Update Juli 2022:

Spillo ist inzwischen kastriert worden und seine Prostatitis ist abgeklungen. Es geht ihm also besser und nun wartet er um so mehr auf Interessenten. Spillo zeigt sich anfangs immer sehr reserviert Fremden gegenüber. Diese müssen natürlich immer erst kontrolliert werden. Ist das geschehen und merkt Spillo menschliche Zuneigung, steht einer tiefen und engen Freundschaft nicht mehr im Weg. Das passt gut zu den typischen Eigenschaften eines reinrassigen Pastore Fonnese, die mit großer Anhänglichkeit und Treue zu seinem Besitzer beschrieben wird.

Update Februar 2022:

Als unkastrierter Rüde lebt unser Spillo derzeit alleine in einer Box – so wie alle anderen großen und unkastrierten Rüden auch.

Der „Vorteil“ hiervon ist, dass die Gehege sich im hinteren Eingangsbereich befinden und er somit auch einer der wenigen privilegierten Hunde ist, die ab und an Gassi geführt werden.

Spillo dreht inzwischen ganz entspannt seine Runden an der Leine. Entgegenkommende Menschen oder andere Hunde interessieren ihn dabei nicht.

Nun wurden in seiner Box Blutstropfen gefunden und die Ursache dafür war auch schnell klar. Spillo leidet an einer Prostatitis und wird nun neben der medikamentösen Behandlung auch zeitnah kastriert werden.

Update Dezember 2021:

Seit Ende Oktober sind gerade einmal 6 Wochen vergangen und unser SPILLO hat sich wirklich wunderbar erholt. Wenn man ihn beim Gassigang vor dem rifugio beobachtet, dann lernt man einen freundlichen und neugierigen, aber auch einen ein wenig in sich versunkenen Rüden kennen, der doch so einige typische Eigenschaften eines Pastore Fonnese in sich zu vereinen scheint. Er scheint schon etwas eigensinnig zu sein und man merkt, dass er in seinem bisherigen Leben nicht den allerbesten Umgang mit Menschen hatte. 

Ende November 2021:

November 2021:

Die Heilung läuft nach Plan.

Oktober 2021:

Die von uns in die Vermittlung genommenen Hunde kennen wir alle persönlich, die Beschreibung der Hunde schildert das aktuelle Verhalten bei unserem Kooperationspartner. Wertvolle Informationen dazu erhalten wir auch regelmäßig von unseren Kollegen vor Ort (Pflegern und Tierärzten).

Das Geburtsdatum wird beim Setzen des Chips vom Amtstierarzt festgelegt.

SardinienHunde e.V. fordert den sofortigen Stopp des Krieges! In Gedanken bei allen Menschen und Tieren der Ukraine! 

SardinienHunde e.V. ist Unterzeichner der Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

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