Mariedda

MARIEDDA & ihre Welpen – ein Schicksal das zu Herzen geht!

 

Mehr tot als lebendig wurde Mariedda im rifugio der LIDA sez. Olbia aufgenommen und sofort ins ambulatorio gebracht. Der Anblick der völlig geschwächten und bewegungsunfähigen Hündin war der blanke Horror.

 

Mariedda lebte frei in einem kleinen Ort unweit von Olbia. Die streunenden Hunde wurden dort geduldet und man stellte an einigen Stellen sogar Hütten für sie auf. Ab und zu Essensreste, sporadisch eine Schüssel Wasser - damit war es dann aber auch schon getan.

So konnte es überhaupt passieren, dass niemand merkte, welches Drama sich anbahnte.

 

Hochträchtig hatte Mariedda eine Zystitis entwickelt und sich zum Werfen der Welpen in ein Versteck zurück gezogen. Die Welpen bekamen so keine Milch, und das prall gefüllte Gesäuge der Hündin wurde von Maden angefressen. Die Schmerzen müssen schier unerträglich für Mariedda gewesen sein.

Mit letzter Kraft schleppte sie sich an ihren angestammten Platz zurück, um gesehen zu werden und zu signalisieren, dass die Welpen bereits geboren wurden.

Mehr war nicht mehr möglich.....

Die Blutwerte waren erschreckend und bei den weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass Mariedda auch noch eine eitrige Gebärmutterentzündung hatte. Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Antibiotikum wurden hochdosiert i.v. verabreicht und nun hieß es abwarten, ob Mariedda es schaffen würde.

Die Entfernung der Gebärmutter hatte sehr hohe Priorität, allerdings war im derzeitigen Gesundheitszustand überhaupt nicht daran zu denken. Eine Narkose hätte Mariedda nicht überlebt. Diese Hilflosigkeit war so zermürbend.......

Ganz langsam schienen die Therapien anzuschlagen und der Gesundheitszustand wurde etwas stabiler. Der kleine Hoffnungsschimmer zerschlug sich jedoch sofort wieder, da die Anämie sich weiter verschlechterte und Mariedda auch kurz vor dem kompletten Nierenversagen stand.

Gino, ein Rüde aus dem rifugio wurde als Blutspender ausgewählt und nun hieß es wieder warten........

Mariedda ist immer noch nicht über den Berg. Ihre 4 Welpen wurden zwischenzeitlich auch gefunden – leider hat bisher nur 1 von ihnen überlebt.

Momentan können wir nur weiter hoffen, mit all unseren positiven Gedanken und Energien sind wir bei Mariedda!!!

 

Steckbrief
Geburtsdatum: 01.01.10

Chip:  ja

Rasse: Mischling

Geschlecht: weiblich

Schulterhöhe: ca. 50 cm

Kastriert/sterilisiert: ja

Handicap: -

Katzenverträglichkeit: unbekannt

Jagdtrieb: unbekannt

Mittelmeercheck: nach Einreise
Impfstatus: Grundimmunisierung

 


Bei Fragen zu unseren Schützlingen, oder aber wenn Sie MARIEDDA einen Platz als Familienmitglied auf einer Pflegestelle oder Endstelle anbieten möchten, dann melden Sie sich bitte bei: kontakt@sardinienhunde.org.

Sie erhalten dann per Mail im ersten Schritt unsere allgemeinen Infos zum Vermittlungsablauf bzw. zur Pflegestellentätigkeit und unser Formular zur Selbstauskunft.

Aktuell verfügbare Bilder und Videos finden Sie auf der jeweiligen Vermittlungsseite auf unserer Homepage.

September 2022:
Mariedda ist inzwischen schon 12 Jahre alt und aufgrund der guten medizinischen Betreuung im rifugio wieder fit und im Gehege durchaus recht aktiv... vor allem wenn ein Fremder zu ihr will ... Dann muss dieser erst einmal sehr laut aber auf Distanz begrüßt werden. Vertrauen von Mariedda zu erhalten ist nämlich nicht so einfach. Das muss man sich mit viel Geduld erarbeiten. Wer will es IHR verdenken bei dieser Vergangenheit. Die ehemaligen gesundheitlichen Probleme fallen dabei höchstwahrscheinlich weniger ins Gewicht als ihre früheren Begegnungen  mit Menschen, die die hübsche Hündin höchstwahrscheinlich nicht wohlwollend behandelt haben. Wer gibt Mariedda eine 2. Chance?

November 2021:

September 2021:

Mariedda wurde kastriert.

August 2021:

Juli 2021:

Update 05.07.21 - Unsere Mariedda ist eine Kämpferin!!!

 

Tapfer schlägt sie sich durch die Therapien, und ihr Gesundheitszustand hat sich bereits stabilisiert.

 

Immer noch ist allerdings die Anämie präsent, die es derzeit auch noch nicht zulässt, dass Mariedda kastriert wird. Es muss in jedem Fall die Gebärmutter mit entfernt werden und als bluttragendes Organ müssen hier zunächst alle Parameter wieder in der Norm sein.

 

Da Mariedda auch noch Probleme mit den Nieren hatte, bekommt sie weiterhin ihr Nierendiätfutter, das sie auch vehement verteidigt;-)

Mariedda's erster Gassigang

Juni 2021:

Mariedda und ihr Welpe Angie.

Mariedda geht es besser!

Mai 2021:

31.05.2021: Mariedda hat heute eine überlebensnotwendige Blutspende 🩸 von Gino erhalten - sie schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr.

SardinienHunde e.V. fordert den sofortigen Stopp des Krieges! In Gedanken bei allen Menschen und Tieren der Ukraine! 

SardinienHunde e.V. ist Unterzeichner der Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

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